
Diamantring - Diamonds forever
Der Diamant fasziniert seit Jahrtausenden die Menschen. Das natürliche Material mit den meisten Superlativen ist in vielen Anwendungen gefragt. Es ist der beste mineralische Wärmeleiter, das härteste Material, der Stoff mit der größten optischen Dichte und damit der höchsten Lichtreflexion.
Das Funkeln begründet seinen Wert als Edelstein. Es hängt größtenteils
davon ab, wie viel des einfallenden Lichts reflektiert wird. Nur der Diamant im Brillantschliff wirft durch Totalreflektion
100% des senkrecht einfallenden Lichtes zurück. Bei Zirkonia und Quarz hingegen tritt ein Teil des Lichts für den
Betrachter unsichtbar nach unten und zur Seite aus, was auf andere Reflektionseigenschaften
dieser Materialien zurückzuführen ist.
Auch beim Brillanten tritt nur dann eine hundertprozentige
Reflexion ein,
wenn Proportionen und Schliff perfekt sind. Jede Abweichung von den idealen Werten bedeutet einen Lichtverlust.
In diesem Zusammenhang wird auch die Bedeutung des rillenlosen Schliffs ersichtlich. Denn eine Rille bedeutet einen
anderen Winkel der Brillantoberfläche an dieser Stelle. Folglich wird hier das einfallende Licht anders reflektiert als es
sollte, und geht damit dem Betrachter verloren. Das härteste natürliche Material
lässt sich seinerseits nur mit Diamant
bearbeiten. Enthält es aber besonders harte, kristalline Verknotungen, wird der Stein beim Bearbeiten so heiß,
dass er
durch Oxidationsprozesse an der Oberfläche mit einer milchigen Haut überzogen wird. Natürlich gibt es Verfahren, die
diesen Prozess der Graphitisierung unterbinden, sie werden
allerdings nur in wenigen Werkstätten angewandt.
In Belgien wird heute sehr viel weniger geschliffen als früher. Über 95% der ehemaligen belgischen Produktion ist inzwischen nach Asien verlegt worden. Einige Antwerpener Firmen gründeten eigene Schleifereien in Thailand, Vietnam, Malaysia, China und Sri Lanka, andere gaben einfach die eigene Produktion auf und spezialisierten sich auf Import und Handel mit den in Asien geschliffenen Steinen, da sie im Zentrum des Diamanthandels, in Belgien, nicht mehr konkurrenzfähig produzieren konnten. Im Diamant-Traditionsland Indien, wo derzeit mehr Diamantschleifer arbeiten als in der ganzen restlichen Welt (über 800 000 Schleifer), werden hauptsächlich Kleinbrillanten von minderer Qualität geschliffen.
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1. In Nomenklaturen müssen Listen und Beschreibungen der Merkmale aufgeführt sein und es muß auch beschrieben sein, unter welchen Bedingungen diese Merkmale beobachtet werden müssen.
2. Art und Weise der zu erfolgenden Einstufungen sollen detailliert beschrieben sein.
Mit ihr werden alle jene Inhomogenitäten erfasst, die landläufig als "Einschlüsse" bezeichnet werden. Es handelt
sich dabei also nicht nur um eingeschlossene Fremdmineralien, sondern auch um andere Strukturstörungen,
die mit Begriffen wie "Wolke", "Feder" und "Nebel" umschrieben werden.
Eine der häufigsten Einschlussarten ist der Riss, der als Bruch-, Spannungs- und
Spaltriss auftritt.
Nun gibt es keinen Diamanten, der absolut frei von solchen inneren Merkmalen ist. Es ist daher immer eine
Frage der angewandten Vergrößerung, ob ein inneres Merkmal zu sehen ist oder nicht.
Dazu heißt es in der RAL 560 A 5 ganz klar:
Zur Prüfung der Reinheit ist die 10-fache Lupe
international vorgeschrieben. Alles, was bei
10-facher Lupe sichtbar wird, gilt als Einschluss.
Als lupenrein darf nur ein Stein bezeichnet werden,
der mit der 10-fachen guten Lupe keine Einschlüsse
erkennen läßt.
| Abkürzung: | Erklärung: |
| if | Lupenrein |
| vvs | sehr, sehr kleine Einschlüsse, bei 10 facher Vergrößerung nur sehr schwierig zu erkennen. |
| vs | sehr kleine Einschlüsse |
| si | kleine Einschlüsse, bei 10 facher Vergrößerung leicht zu erkennen, durch das Oberteil nicht mit bloßem Auge sichtbar. |
| P1 (Piqué) |
Leicht erkennbare Einschlüsse, welche die Brillanz noch nicht beeinträchtigen |
| P2 | Größere oder zahlreichere Einschlüsse, mit bloßem Auge gut zu erkennen |
| P3 | Große oder zahlreichen Einschlüsse, welche die Brillanz deutlich beeinflussen |
Selbstverständlich gilt obige Definition immer nur in Verbindung mit dem Fachmann, denn auf einen Laien ist diese kaum zu beziehen, da dieser aus Unerfahrenheit wohl auch einen größeren Einschluss übersehen könnte. Zu dem Begriff Fachmann gehört, dass dieser ständigen Umgang mit der Diamantengraduierung hat, selbstverständlich über das nötige Wissen verfügt und immer die entsprechende Sorgfalt walten lässt. Die CIBJO spricht an dieser Stelle ganz präzise vom "erfahrenen Fachmann" und nennt weiterhin "normales Licht" als Kriterium der Reinheitsprüfung. Dies kann durchaus als ein wesentlicher Bestandteil der Definition angesehen werden, da es immerhin möglich ist in speziellen Beleuchtungsfällen (z.B. Dunkelfeld-Beleuchtung) gewisse innere Merkmale zu erkennen, die bei normal auffallendem Licht auch für den Fachmann nicht sichtbar sind.
Seit einigen Jahren werden Diamanten mit starken Piqués durch Laser-Bohrungen in ihrem Aussehen verbessert. Beim Anbohren des Einschlusses wird dieser in einen weißen Einschluss verändert. In der Regel wird dadurch zwar der Einschlussgrad nicht verbessert - der Bohrkanal tritt ja als neuer Einschluss hinzu - aber ein Piqué-Brillant mit weißen Einschlüssen lässt sich besser verkaufen als derselbe Stein mit schwarzen Einschlüssen.
Oftmals problematisch ist die Beurteilung der Reibrisse und Reibkerben an der Rundiste. Es spielt Ihre Länge und Größe eine Rolle, ebenfalls ob sie offen sind oder nicht. In jedem Fall sollten die Fransen nicht länger aus der Rundiste herausragen als die Rundiste selbst breit ist. Dann ist zu prüfen (Glanzlicht) ob es sich um oberflächliche Reibkerben oder um innere Reibrisse handelt. Ersteres zählt unter Umständen zum Schliff und wird im Merkmal-Diagramm grün eingezeichnet. Im zweiten Falle jedoch ist der Stein als VVS einzustufen. In Zweifelsfällen sollte man immer erst die Reib-Fransen wegschleifen lassen, bevor man eine Expertise erstellt.
Kleinere Ausbrüche oder Schlagfiguren können bei der Reinheit unberücksichtigt bleiben, sie mindern nur den
Schliffgrad.
Größere oder schwere Beschädigungen mindern jedoch Reinheit und Schliff! In einem solchen Fall sollte der
Stein erst nachgeschliffen werden.
Wenn wir beim Diamanten von Farbgraduierung sprechen, dann meinen wir die Beurteilung feinster Tönungen - zumeist im gelben Farbbereich. So drücken denn die Namen für diese Farbgrade mehr oder weniger gut diese Nuancierungen aus:
| Internationaler Begriff: | Deutsche Entsprechung: | Cibio: |
| River (R) | Hochfeines Weiß, Blauweiß |
hochfeines Weiß |
| Top Wesselton (TW) | feines Weiß | feines Weiß |
| Wesselton (W) | Weiß | weiß |
| Top Crystal (C) | leicht getöntes Weis | leicht getöntes Weiß |
| Crystal, Top Cap (C) | getöntes Weiß, schwach gelblich |
getöntes Weiß |
| Cape, Light Yellow, Yellow |
gelblich, schwach Gelb, Gelb |
getönt |